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5 SCHLECHTE GEWOHNHEITEN, DIE DU VERMEIDEN SOLLTEST, UM EIN*E BESSERE*R ZUHÖRER*IN ZU WERDEN


Hört dir dein*e Partner*in in der Regel aufmerksam zu und denkst du, dass auch du ein*e gute*r Zuhörer*in bist? Lass es uns herausfinden!

Author: Sebastian Roes

Foto: Greg Raines (@lionsdenpro)


Aktives Zuhören ist zweifellos eine der wichtigsten Fähigkeiten, die 2 Menschen in einer Beziehung trainieren sollten. Wenn wir unsere Zuhörfähigkeit trainieren, verbessern sich auch unsere Beziehungen. Aufmerksames Zuhören bedeutet, das Gesprochene Wort wirklich verstehen zu wollen, ehe wir es bewerten oder unsere eigene Meinung versuchen darüber zu stülpen.


Unser Gehirn kann manchmal sehr faul sein und nimmt dann gerne mal eine mentale Abkürzung (Heuristik), um Energie zu sparen. Um dennoch Daten schnell interpretieren zu können, greift es dann gerne auf gemachte Erfahrungen zurück. Diese Erfahrungen können sich dann in sogenannten Glaubenssätze wie “ich bin nicht gut genug”, “In Italien schmeckt jedes essen einfach lecker” oder “um beliebt zu sein, muss ich immer hübsch aussehen” verfestigen.


Diese „einfachen“ Interpretationen, können unsere Fähigkeit hemmen aufmerksam und empathisch zuzuhören. Das Ergebnis ist, dass wir voreilig zu Schlussfolgerungen springen, weil wir davon ausgehen, dass uns das, was andere denken oder gleich sagen werden, schon klar ist, bevor sie die Möglichkeit haben, ihren Satz zu beenden.


"Die Zuhörerin ist eine schweigende Schmeichlerin"

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"Der Zuhörer ist ein schweigender Schmeichler"


(Immanuel Kant)


Hier sind ein paar gängige Gewohnheiten, die dich vom aktiven und empathischen Zuhören abhalten können:

1. Passives Zuhören: du hörst zu, aber nimmst den Kern der Aussage deines*r Gesprächspartners*in nicht wirklich wahr, weil du bereits deine Antwort darauf innerlich vorbereitest.


2. Nicht präsent sein: bist du beim Zuhören manchmal gedanklich ganz woanders und verpasst immer mal wieder die Botschaft deines Gegenübers?


3. Der „innere Kritiker“: Kommen dir Gedanken wie „Ich muss jetzt smart wirken“, oder „Ich muss jetzt auch mal was interessantes / witziges zum Gespräch beisteuern“ bekannt vor? Dann lässt du deinen inneren Kritiker ans Steuer und nimmst dir selbst die Chance aktiv und aufmerksam zuzuhören.


4. Multitasking: Forschung hat gezeigt, das unser Gehirn nicht in der Lage ist zwei Reize (z.B. gesprochenes Wort) simultan zu 100% aufzunehmen. Somit führt Multitasking zu geteilter Aufmerksamkeit. Unweigerlich wirst du dadurch entscheidende Informationen überhören.


5. Zuhören, um zu antworten: viele Menschen weichen emotionalen oder unangenehmen Themen gerne aus und lenken das Gespräch in einen Bereich, wo sie sich wieder sicher fühlen. Das ist natürlich deutlich angenehmer, aber gleichzeitig auch der Weg zurück in die Komfortzone und weg vom wahren Wort deines Gegenübers, das empathisch gehört werden möchte.


CHALLENGE

Triff dich diese Woche eine Stunde mit einem*r guten Freund*in, deinem*r Partner*in oder einer neuen Person (vielleicht ein Date?) und versuche die 5 Gewohnheiten (siehe oben), welche aufmerksames Zuhören beeinträchtigen können, während des Gesprächs zu vermeiden. Stelle und fühle dich emotional in die Situation deines Gesprächspartners ein. Welche der schlechten Gewohnheiten vermeidest du vielleicht bereits und wo hast du etwas mehr Trainingsbedarf?


Viel Spaß beim Üben!


Quarantänische Grüße,

Sebastian & Viktor

Jeder Augen-Blick ist kostbar <3